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Schulkonzept

Schulkonzept
der Grundschule
an der Uphuser Straße

2020

Leitbild

An unserer Schule heißen wir jedes Kind mit seiner Familie, seiner Kultur und Sprache herzlich willkommen. Wir wollen neugierig machen auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten und uns respektvoll begegnen.

Ein hohes Maß an Kooperation und Kommunikation zwischen Lernenden, Lehrenden, Eltern und allen anderen an der Schulgemeinschaft beteiligten Menschen sind die Grundprinzipien unseres Miteinanders.

Wir nehmen Kinder mit ihren Gefühlen, Wünschen und Bedürfnissen wahr und ernst.

Jedes Kind hat das Recht und die Chance entsprechend seines Lernstandes motiviert und unterstützt zu werden.

Wir wollen gemeinsam mit den Schülern und Schülerinnen den Spaß und die Freude am Lernen erleben.

Indem wie ihnen Selbstvertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten geben und ihre Wissbegierde fördern, unterstützen wir sie in ihrem persönlichen Wachstum.

Wir wollen, dass sich Kinder als Teil unserer Gemeinschaft verstehen, die Hilfsbereitschaft fördert und ein vertrauensvolles Miteinander ermöglicht.

Die Kinder sollen die Vielfältigkeit unserer Welt über Unterrichtsinhalte kennenlernen und Interesse entwickeln. Dadurch erhalten sie Grundlagen, um ein verantwortliches Mitglied unserer Gesellschaft zu werden.

1. Ausgangssituation der Schule
An unserer Schule gibt es neun Lerngruppen der Jahrgänge 1- 4. Das sind etwa 190 Schülerinnen und Schüler. 14 Lehrerinnen, 2 Sonderpädagoginnen, 1 Schulsozialarbeiterin, 4 Pädagogische Mitarbeiterinnen, 1 PC-Tutorin, 1 Sekretärin, 1 Hausmeister und zwei Bundesfreiwillige kümmern sich an unserer Schule um alle Kinder.
Außerdem unterstützen uns viele Ehrenamtliche, die mit den Kindern lesen, Mathespiele spielen, die Bücherei betreuen, AGs leiten, das Aquarium pflegen oder bei Schulveranstaltungen Aufgaben übernehmen.
Der Anteil der Kinder mit einer anderen Muttersprache als Deutsch liegt bei etwa 50%. Der Sozialindex der Schule ist 45,68 (2016/2017).
Wir sind eine offene Ganztagsschule.

2. Pädagogische Ausrichtung
Die Klassen sind altershomogen zusammengesetzt. In jeder Lerngruppe findet sich ein großes Spektrum an Fähigkeiten und Fertigkeiten. Einige Kinder haben in Teilbereichen ihre Stärken und möchten gefordert sein, in anderen Bereichen arbeiten sie eventuell mit Mühe und benötigen zusätzliche Unterstützung.
Das hat zu einer Individualisierung des Unterrichts geführt.
Das Kollegium hat sich in den letzten Jahren intensiv fortgebildet, um dem gerecht zu werden.
Es wurde bei der Materialbeschaffung speziell darauf geachtet, dass es die Selbsttätigkeit der Kinder fördert, in der Frei- und Planarbeit eingesetzt werden kann und dass es Themen auf unterschiedlichen Kompetenzniveaus anbietet.
Projektorientiertes Arbeiten ermöglicht den Zugang zu Inhalten über verschiedene Lernkanäle.
Viel Wert legen wir auf die Realbegegnung innerhalb und außerhalb der Schule.
Um die Entwicklung der Kinder zu begleiten, finden Teamkonferenzen statt. Für einzelne Kinder werden unter der Mitarbeit des ganzen Teams Förderpläne erstellt, die mehrmals im Schuljahr auf ihre Wirksamkeit überprüft und aktualisiert werden.
Unsere Schule ist notenfrei. Um über das Wohlergehen der Kinder und ihren Leistungsstand zu sprechen, sind 2 Elternsprechtage und 2 Schülersprechtage pro Schuljahr verbindlich.

2.1 Gesundheitsbildung

In unserer Schule legen wir besonderen Wert auf die
Gesundheitsbildung, damit wir Kindern eine bestmögliche
Voraussetzung für ihre Entwicklung geben.

Dies zeigt sich in vielfältigen Aktivitäten zu den Bereichen Bewegung, Ernährung und emotionale Stabilität, die in den einzelnen Lerngruppen sowie in der gesamten Schulgemeinschaft durchgeführt werden.
So finden in den verschiedenen Bereichen beispielsweise folgende
Angebote statt:

Bereich Bewegung
• Bewegungspausen während der Lernzeiten
• Hofpausen bei nahezu jeder Wetterlage
• Teilnahme an der Aktion „zu Fuß zur Schule“
• Durchführung verschiedener Sportprojekte (Skaterschule,
Minigolf, 5-sports, Sport- und Spielefest, fit for future, Kooperation mit dem Schimmelhof, Skipping hearts, Bewegungslieder mit Herrn Michels)
• Sport - AGs

Bereich Ernährung
• gesundes Frühstück in den Klassen
• Ernährungsführerschein
• Heranführung an die Salatbar in der Mensa
• Schulobst
• Zusammenarbeit mit den Krankenkassen

Bereich emotionale Stabilität
• Klassenrat
• Schulhunde
• Schülerparlament
• Monatstreffen
• Schulsozialarbeit
• Seelenvogel
• Offenes Ohr

Aus der Durchführung unserer Projekte ergibt sich ein stetiger Prozess der Entwicklung neuer Ideen.

2.2 Sprachbildung

Sprache verstehen und sprechen ist Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen. An unserer Schule gibt es zahlreiche Kinder, für die Deutsch die Zweitsprache ist.
Daher bieten wir gezielte Sprachförderung an.
Die Sprachförderung soll Kinder ermutigen, zu sprechen, sie wertschätzen und befähigen, am Unterricht aktiv teilzunehmen. Sprachanlässe werden geschaffen, das Selbstbewusstsein gestärkt, die Selbständigkeit gefördert und die soziale Kompetenz erhöht. Neben dem gezielten Sprechen ist auch Vorlesen / Lesen für die Sprachentwicklung sehr wichtig. So wird die Grundlage gebildet, am gesellschaftlichen und schulischen Leben teilzunehmen.

Die Sprachentwicklung aller Kinder wird durch folgende Maßnahmen gefördert:

• Sprachsensibler Unterricht in allen Fächern (jedes Fach ist auch Sprachunterricht durch zahlreiche Erzählanlässe)
• kleine Sprachfördergruppen/ DaZ-Gruppen nach Bedarf
• Wortschatzerweiterung durch gezielte Leseförderung (Lesekisten, Bücherei, Leseclub, Antolin, Lesenächte, Buchvorstellungen)
• Kooperation mit den Kindertagesstätten (Vorlesetag für die Kitakinder)
• Lesepaten (Viertklässler lesen den Erstklässlern vor)
• Ehrenamtliche Helfer/innen lesen kleinen Lerngruppen (3 Kinder) vor und sprechen darüber
• Muttersprachlicher Türkischunterricht durch Lehrer, die vom Türkischen Konsulat beauftragt sind

2.3 Sonderpädagogische Förderung

Je nach Bedarf findet die sonderpädagogische Förderung als Doppelbesetzung in der Klasse oder in Kleingruppen im dafür eingerichteten Lernbüro statt. Hier stehen den Lerngruppen vielfältige Lernspiele und differenzierte Fördermaterialien zur Verfügung, die individuell nach Lernstand des Kindes eingesetzt werden. Darüber hinaus werden hier auch Kurse angeboten, z. B. LRS oder Forderkurse, so dass das Lernbüro von vielen Kindern genutzt wird.

2.4 Schulsozialarbeit

Die Schulsozialarbeit fördert mit ihren Angeboten die soziale Entwicklung, die Integration und den sozialen Zusammenhalt, ebenso wie die Stärkung der Autonomie und Selbstbestimmung. Hauptaufgabengebiet ist die Beratung in der Einzelfallhilfe. Dies beinhaltet die Beratung von Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen sowie Vernetzung mit Institutionen.

2.5 Schulhunde

An der Schule arbeiten zwei ausgebildete Schulhunde, die in der Klasse oder in Kleingruppen gezielt eingesetzt werden, um
• eine entspannte Atmosphäre zu schaffen,
• einzelne SchülerInnen zu fördern und zu unterstützen,
• Schülerverhalten zu spiegeln,
• Tierschutzaspekte zu leben,
• praktisches Wissen zum Hund zu erarbeiten,
• Spiel und Spaß mit dem Hund zu erleben,
• Wahrnehmung, Motorik, Emotionalität, soziales Lernen, Sprache zu fördern,
• Angst abzubauen und
• Verantwortung zu übernehmen.

2.6 Ganztag

Die Schule an der Uphuser Str. ist seit dem Schuljahr 2016/2017 eine offene Ganztagsschule.
Eltern entscheiden, ob ihr Kind auch am Nachmittag in der Schule bleiben soll.
Die Anmeldung für den Ganztag erfolgt verbindlich für ein Schuljahr. Dabei wählen die Eltern, ob sie ihr Kind montags bis donnerstags bis 15 oder 16 Uhr betreuen lassen, bzw. bis 14 oder 16 Uhr am Freitag. Lehrkräfte und Pädagogische Mitarbeiterinnen kümmern sich um zwei Gruppen mit je max. 20 Kindern.
Da wir nur 40 Plätze anbieten können, erfolgt die Vergabe nach festgelegten Auswahlkriterien.
Der Vormittag und der Nachmittag sind zeitlich klar gegliedert.

Stundenraster Schule an der Uphuser Str.

7.55 Uhr Einlass Alle Kinder gehen in ihre Klassen

8.00 Uhr Unterrichtsbeginn, Lernzeit

9.20 Uhr Hofpause

9.45 Uhr Frühstückspause in der Klasse

9.55 Uhr Lernzeit

11.15 Uhr Hofpause

11.40 Uhr Lernzeit

13.00 Uhr Unterrichtsschluss der Klassen

13.00 – 14.00 Uhr Freiwillige AGs für Kinder ab 2. Klasse, die nur am Vormittag in der Schule sind

Ganztagskinder

Montag bis Donnerstag

13.00 Uhr Mittagessen in der Albert – Einstein - Schule

14.15 – 15.00 Uhr Lernzeit, dann Unterrichtsschluss für Kinder, die bis 15 Uhr angemeldet sind

Freitag

13.00 - 14.00 Uhr Mittagessen wird uns in die Schule geliefert

14.00 – 16.00 Uhr Unterrichtsschluss für Kinder, die bis 14 Uhr angemeldet sind

14.00 – 16.00 Uhr Angebotszeit

Zum Essen gehen alle Kinder an vier Tagen in der Woche zur Mensa der Albert-Einstein-Schule. Am Freitag wird uns Essen ins Haus geliefert. Nach dem Mittagessen gehen die Kinder in ihre Lern- oder Angebotszeiten, die in unseren Räumen stattfinden.
Die Turnhalle, die Bücherei, der Schulhof, die Eingangshalle oder der Werkraum stehen den Gruppen für Aktivitäten zur Verfügung.

Das Nachmittagsangebot ist kostenlos; das Mittagessen muss bezahlt werden. Kinder, die einen Bremen-Pass haben, bekommen das Essen kostenfrei.

2.7 Lernzeit und Angebote am Nachmittag
Am Nachmittag haben alle Kinder von Montag bis Donnerstag 45 Min Lernzeit, wenn sie bis 16 Uhr bleiben, auch eine Angebotszeit. Am Freitag werden einige Kinder schon nach dem Mittagessen um 14 Uhr abgeholt. Alle anderen bleiben bis 16 Uhr.
In der Lernzeit werden an drei Tagen Hausaufgaben erledigt, die die Kinder von den Lehrkräften bekommen haben. Die Erst- und Zweitklässler arbeiten mindestens 20 Minuten. Danach dürfen sie, je nach personeller Besetzung, zum Spielen nach draußen gehen oder wählen aus einem Materialangebot eine Beschäftigung aus.
An einem Tag werden den Kindern in der Lernzeit mehrere Angebote gemacht, die aus allen Lernbereichen (z.B. Kunst, Sport, Literatur, Werken, Naturwissenschaften, Fotografie, etc.) stammen können. Sie sollen geeignet sein, Interessen der Kinder aufzunehmen und sie Erfahrungen machen zu lassen, die jene in der Familie und im Unterricht gemachten ergänzen. Ein Kurs dauert mehrere Wochen. Im Team werden die Themen besprochen und das Zeitfenster ausgewählt. Die Kinder melden sich verbindlich für einen Kurs an. Ist dieser vorbei, wird neu gewählt.
Am Freitag zwischen 14 und 16 Uhr ist ebenfalls Zeit für besondere Vorhaben, die das handelnde Lernen ermöglichen. Hier können Wünsche der Kinder Berücksichtigung finden und in kleinen Projekte umgesetzt werden.